Inkontinenz ist nicht gleich Inkontinenz
Urinverlust beim Husten, plötzlicher Harndrang, ein schwacher Beckenboden – Inkontinenz hat unterschiedliche Ursachen. In unserer Hausarztpraxis in Schwandorf erfolgt eine erste ärztliche Einschätzung, welche Form der Inkontinenz wahrscheinlich vorliegt, ob weitere Diagnostik notwendig ist und ob die Behandlung mit dem originalen BTL Emsella sinnvoll sein kann.
Welche Form der Inkontinenz liegt vor?
Inkontinenz wird nach dem Beschwerdemuster unterschieden. Diese Unterscheidung ist der erste Schritt zur richtigen Behandlung:
Belastungsinkontinenz
Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen, Heben oder Sport. Meist liegt eine Schwäche von Beckenboden oder Schließmuskel zugrunde. Ein Harndrang geht dem Verlust nicht voraus.
Dranginkontinenz
Plötzlicher, kaum kontrollierbarer Harndrang, oft mit Urinverlust, bevor die Toilette erreicht ist. Häufige Ursache ist eine überaktive Blasenmuskulatur. Der Harndrang steht im Vordergrund, nicht die Belastung.
Mischinkontinenz
Belastungs- und Drangbeschwerden treten gleichzeitig oder abwechselnd auf. Die genaue Zuordnung ist wichtig, weil sie die Behandlung bestimmt.
Ausführlich beschrieben auf den Ratgeberseiten zur Dranginkontinenz und zur Belastungsinkontinenz bei Frauen.
Warum die ärztliche Einschätzung zuerst kommt
Eine Behandlung kann nur dann sinnvoll sein, wenn vorher geklärt ist, woher die Beschwerden kommen. Im Gespräch berücksichtigen wir:
- Art, Dauer und Häufigkeit der Beschwerden
- Vorgeschichte und bisherige Behandlungen
- Operationen im Beckenbereich
- Geburten und Schwangerschaften
- Eingenommene Medikamente
- Weitere Erkrankungen und Begleitsymptome
Wichtig zu wissen
Wann Emsella sinnvoll sein kann
BTL Emsella ist ein medizinisch eingesetztes Gerät zur elektromagnetischen Stimulation der Beckenbodenmuskulatur. Es nutzt die HIFEM-Technologie, um intensiv Kontraktionen auszulösen – vollständig bekleidet und ohne Eingriff. Die Behandlung erfolgt in unserer Praxis in Schwandorf ärztlich begleitet.
Emsella kommt insbesondere bei Beckenbodenschwäche und Belastungsinkontinenz infrage. Ob es für Sie geeignet ist, klären wir nach ärztlicher Beurteilung Ihres Beschwerdebilds.
Was vor der Behandlung geklärt wird
Wann weitere Diagnostik notwendig ist
Manche Symptome erfordern eine weitergehende Abklärung – manchmal durch Urologie oder Gynäkologie. Dazu gehören:
- Blut im Urin
- Schmerzen beim Wasserlassen oder im Beckenbereich
- Wiederkehrende Harnwegsinfekte
- Ausgeprägte Senkungsbeschwerden
- Neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson oder nach Schlaganfall
- Plötzlich neu aufgetretene Beschwerden
- Beschwerden, die trotz Behandlung nicht besser werden
Treten solche Symptome auf, veranlassen wir die passende Weiterdiagnostik oder Überweisung an eine Facharztpraxis.
Ärztlich begleitet in Schwandorf
Dr. med. Thorsten Schmidt ist Facharzt für Allgemeinmedizin und begleitet die Behandlung in seiner Hausarztpraxis in Schwandorf. Eingesetzt wird das originale BTL Emsella mit HIFEM-Technologie – nicht gleichzusetzen mit jedem allgemein als Beckenbodenstuhl beworbenen Gerät. Zur BTL Emsella und zur HIFEM-Technologie liegen klinische Untersuchungen vor.
Dr. med. Thorsten Schmidt
Facharzt für Allgemeinmedizin · Schwandorf
Ärztliche Beratung und Einschätzung bei Inkontinenz und Beckenbodenschwäche.
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Zuletzt medizinisch geprüft: Juni 2026
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